Seit der Gründung von Signavio im Jahr 2009 hat sich unser Co-Founder und CEO auf die Zukunft des Prozessmanagements konzentriert. Denn die Zukunft ist stets das beste Entscheidungsinstrument. Mit ihr vor Augen folgen wir einer klaren Vision und treffen vorausschauende Entscheidungen.

Unternehmen, die heute Spitzenleistungen anstreben, haben längst begriffen, dass echter Wandel keine kurzfristige Anstrengung sein kann: Wer sich erfolgreich verändern will, muss seine internen und externen Prozesse beständig überprüfen und anpassen. Als Business- und Technologie-Vordenker wirft Dr. Gero Decker einen Blick in die Zukunft und indentifiziert die wichtigsten BPM-Trends 2020. Denn die Zukunft ist jetzt!

BPM-Trend 1: Die Trennung von Customer Experience und Operational Excellence wird Thema

Bisher arbeiten die meisten Unternehmen in einer Art Vakuum an der Weiterentwicklung ihrer Customer Experience-Strategie: Beteiligte Customer Experience (CX)-Teams stehen vor allem mit den jeweiligen Chief Digital Officers in Kontakt und werden stark vom Marketing- und Revenue-Team beeinflusst. Operations fehlen meist in dieser Gleichung. Unternehmen können jedoch keine wirksame CX-Änderungen vornehmen, ohne zuvor die anfallenden Kosten für die Operational Excellence (OpEx) zu berücksichtigen.

Ein Beispiel: Der US-Konzern Home Depot veröffentlichte 2018 einen 300 Millionen US-Dollar teuren Plan, um Supply Chain, digitalen Fußabdruck und CX im Ladengeschäft miteinander zu verschmelzen. Bereits sechs Monate später musste das Unternehmen seine Schätzung revidieren: Tatsächlich werde die Initiative rund 1,5 Milliarden US-Dollar kosten. Nur so könne man auch die Kosten für neue Vertriebszentren und einen überarbeiteten Fulfillment Process decken.

Signavio sieht darin ein leicht zu lösendes Problem: Wer kundenorientierte Anforderungen durch die Customer Excellence (CEX)-Linse betrachtet, für den ist die Verbindung zwischen Persona, Journey und Prozess durchgehend sicht- und nachvollziehbar. CEX ermöglicht eine 360°-Ansicht über alle vorliegenden Auswirkungen und Veränderungen hinweg.

BPM-Trend 2: Das Interesse an Journey Modeling wird in vielen Branchen erheblich zunehmen

Customer Journeys waren 2019 ein besonders heißes Thema und sind in vielen Geschäftsbereichen angekommen. Wir glauben, dass das Interesse an Value, der durch Outside-In-Perspektiven abgeleitet wird, in 2020 deutlich zunehmen wird. Schließlich zeigt sich das wahre Potenzial von Journey Modelling erst, wenn die Verantwortlichen über die Normen von “kundenbasierten” Anwendungen hinausblicken.

Wer als Modellierer und Design Thinker erfolgreich bleiben möchte, muss die Technik des Journey Modellings von seiner tatsächlichen Anwendung trennen. Diese Neubewertung erfordert eine grundlegende Änderung im Geschäftsdenken aller Verantwortlichen: Wenn alle Journeys als “Kunde” gekennzeichnet sind, verspielen international aufgestellte Organisationen möglicherweise einen entscheidenden Vorteil, indem sie die Verbindung zu wichtigen Personas kappen.

Für Signavio ist die Journey Modeling-Technik für alle Personas von Bedeutung – und nicht nur für den Kunden. Stattdessen sollten Unternehmen auch Patienten, Bürger, Mitarbeiter und Endbenutzer einbeziehen. Die Visualisierung eines solchen Journeys wird nach und nach immer mehr Bereiche für eine Persona-orientierte Prozessverbesserung aufdecken. Gleichzeitig lassen sich so auch das Business Mapping, Veränderungen und die Transformation von Geschäftsabläufen unterstützen.

BPM-Trend 3: Process Mining wird sich vom Würgegriff der Datenwissenschaft befreien

2019 war ein tolles Jahr für Process Mining: Die allgemeine Akzeptanz und der Wert, der durch Process Mining-Initiativen in Verbindung mit umfassenden Modellierungsbemühungen erzielt wurde, übertrafen alle Erwartungen. Dies liegt auch an der Verlagerung von einem von Wissenschaftlern dominierten, theoretischen Lösungsansatz hin zu einer geschäftlichen, objektiven Herangehensweise, die im Zuge detaillierter Transformations- und Verbesserungsinitiativen zum Einsatz kommt.

Für Signavio ist 2020 ganz klar das Jahr, in dem die Fähigkeit, solche objektiven Erkenntnisse an Business- und Prozessmanagement-Teams weiterzugeben, den Process Mining-Markt bestimmen wird.

BPM-Trend 4: 2020 wird das Jahr der Entscheidung für RPA

RPA Bots sind ein bisschen wie Smartphones: In einem Moment kaufen Sie das neueste Modell – im nächsten werden Sie mit veralteter Technik konfrontiert, die Ihre persönlichen und geschäftlichen Ziele behindert. Wir gehen daher davon aus, dass frühe RPA-Anwender im kommenden Jahr Probleme haben werden, ihre Bots gewinnbringend einzusetzen, zu skalieren und zu warten. Mit anderen Worten: Im kommenden Jahr werden viele Anwender realisieren, dass RPA nicht das Allheilmittel für eine gelungene digitale Transformation sein kann.

Wir bei Signavio sehen bereits jetzt die Warnsignale für frühzeitige RPA Leader: Wer zu Beginn keinen prozessorientierten Ansatz gewählt hat, wird 2020 mit erheblichen Problemen konfrontiert werden. Für diese RPA Leader weiß nur der Bot über seine eigene Arbeitsweise Bescheid. So gehen wichtige Informationen verloren, weil die Verbindung zu den zugrunde liegenden Prozessen unterbrochen wurde.

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Die Zukunft des Prozessmanagements in 2020

Die BPM-Trends 2020 verdeutlichen, dass das kommende Jahr signifikante Veränderungen und Wachstum im Bereich Customer Excellence mit sich bringen wird. Wenn Sie erfahren möchten, wie Signavio Ihnen bei der Steuerung der Zukunft von Prozessen helfen kann, einschließlich einer stärkeren Fokussierung auf Ihre Kunden, kontaktieren Sie uns oder registrieren Sie sich jetzt für eine kostenlose 30-Tage-Testversion.

Veröffentlicht am: 19. Dezember 2019 - Letzte Änderung am: 18. Februar 2020