Volle Kraft voraus mit D-LABS!

Eine spannende Strecke, starker Wind aus der richtigen Richtung und Sonnenschein – dies sind nur ein paar der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Segelregatta. Doch bevor sich ein Segler zu einer Regatta anmelden kann, muss er für professionelle Regatten ein gültiges ORC-Zertifikat vorweisen. Dieses Zertifikat wird nach abgeschlossener Vermessung des Segelbootes vom Deutschen Segler Verband (DSV) ausgehändigt.

Wie Business Decision Management die Organisation einer Segelregatta vereinfacht.

Doch nach welchen Kriterien wird das ORC-Zertifikat vergeben? Wie laufen die Prozesse im Hintergrund ab und welche Entscheidungen müssen für die Zertifizierung getroffen werden? Die D-LABS GmbH hat sich diesen Prozess genauer angeschaut und im Signavio Process Editor modelliert (siehe Abbildung).

Prozessmodell „Anmeldung zur Regatta“

Prozessmodell „Anmeldung zur Regatta“

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Möchte sich ein Segler für die Teilnahme bei einer Segelregatta (z. B. die Kieler Woche) registrieren, wird zunächst geprüft, ob ein Zertifikat benötigt wird und falls ja, welches. Bei den Zertifikaten wird zwischen zwei Typen unterschieden: ORC-International und ORC-Club. Ist ein Zertifikat notwendig, muss das Boot für den Erwerb eines Zertifikats zuvor vermessen werden. Dazu ermittelt der Bootsbesitzer zunächst den Umfang der Vermessung, denn dieser unterscheidet sich je nach Bootsklasse und Zertifikatstyp. Das Entscheidungsdiagramm zeigt diese Entscheidung in DMN 1.0.

Vermessungsumfang DMN

Abhängig vom Umfang, kann die Vermessung entweder durch den Besitzer selbst erfolgen oder die Beauftragung eines, vom DSV zertifizierten, Vermessers erfordern. Die Daten der Vermessung werden anschließend an den Deutschen Segler Verband weitergeleitet. Die zugehörige Bootsklasse wird aufgrund der Fertigungsart eines Bootes bestimmt. Je nachdem ob das Boot nach einem festgelegten Bauplan der ISAF oder individuell angefertigt wurde, wird eine entsprechende Bootsklasse zugewiesen. Die Kriterien, die für diese Beurteilung zu beachten sind, wurden im Signavio Decision Manager in einer Entscheidungstabelle (Abbildung 2) zusammengefasst. Diese gibt einen vollständigen Überblick, wann ein Boot zu welcher Klasse zugeordnet werden muss. Die Entscheidungstabelle ist eine wesentliche Hilfestellung für die einheitliche Zuteilung von Bootsklassen.

Entscheidungstabelle „Bootsklasse bestimmen“

Entscheidungstabelle

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Nachdem die Bootsklasse bestimmt und die Vermessung durchgeführt wurde, gibt der DSV ein gültiges Zertifikat aus, mit dem sich der Segler bei der Regatta anmelden kann. Nun müssen nur noch die Informationen über die Crew eingereicht und die Anmeldegebühr bezahlt werden und die Segelregatta kann beginnen.

Dieses Beispiel zeigt es deutlich: Entscheidungsdiagramme und Entscheidungstabellen sind wertvolle Hilfsmittel, die die Organisation einer Segelregatta wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Dank strukturierter Prozesse und definierten Entscheidungswegen können Helfer und Bootsbesitzer schnell in die Abläufe integriert und eingewiesen werden. Klar definierte Regeln und festgelegte Kriterien sind die Basis für die erfolgreiche und standardkonforme Klassifizierung und Zertifizierung eines Bootes.

Dieser Anwendungsfall ist ein spannendes Beispiel für den Einsatz von Business Decision Management in der Praxis. Sie möchten den Signavio Decision Manager selbst testen? Dann registrieren Sie sich jetzt für unsere 30-tägige kostenlose Testversion auf www.signavio.com/try.

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