9. Oktober 2013

Das Zusammenspiel von BPM und Enterprise Architecture Management

Eine immer stärker wachsende Anzahl an IT-Systemen in Unternehmen führt oft zu hoch komplexen IT-Landschaften, die nur noch schwer zu beherrschen sind.

Enterprise Architecture Management (kurz: EAM) macht IT-Landschaften transparent und erlaubt eine effiziente Verwaltung der Systeme und ihrer Schnittstellen. Damit wird nicht nur die stetige Weiterentwicklung der IT-Landschaft geplant, sondern auch die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensstruktur gefördert. Das Enterprise Architecture Konzept umfasst dabei folgende vier Architektursichten:

1. Geschäftsarchitektur oder auch Facharchitektur:

Die Geschäftsarchitektur bezieht sich auf die unternehmerischen Betriebsabläufe, für die Geschäftsprozesse dargestellt werden (z.B. mit BPMN).

2. Datenarchitektur

Bei der Datenarchitektur werden Abhängigkeiten zwischen Geschäftsobjekten, Daten und Informationen dargestellt (z.B. mit UML).

3. Anwendungssystem-Architektur

Die Anwendungssystem-Architektur zeigt alle im Unternehmen existierenden Softwarelösungen auf und stellt die Beziehungen zueinander dar.

4. Infrastruktur Architektur

Die sich auf der untersten Ebene befindende Infrastruktur Architektur zeigt die Beziehungen und Vernetzungen bestehender Hardwarelösungen auf.

EAM – ein Baustein für erfolgreiches Business-IT-Alignment

Erfolgreiches Business-Alignment für die IT bedeutet, die Abstimmung der strategischen Ziele und Anforderungen eines Unternehmens mit der informationstechnologischen Ebene. Besonders durch grafische Visualisierungen, wie z.B. durch Prozessmodelle, werden Zusammenhänge erst beidseitig verstanden.

Sobald eine gemeinsame Basis ausgearbeitet wurde und keine Missverständnisse mehr auftreten können, können Abhängigkeiten und Wirkungen von Veränderungen erkannt und analysiert werden.

EAM ist auf das Business-IT-Alignment ausgerichtet und hilft der Fachabteilung somit, die IT-Implikationen ihrer Geschäftsabläufe zu verstehen, und der IT, sich nah an der Geschäftsentwicklung zu orientieren.

EAM zielt auf die IT

Das wesentliche Ziel von Enterprise Architecture Management ist die IT-gestützte Umsetzung und Fokussierung auf die aktuellen und zukünftigen Unternehmensziele.

EAM bietet dabei das Verständnis sowie einen Überblick über die Zusammenhänge der IT-Landschaft mit den Geschäftsbereichen. Bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen spielen IT-Systeme ebenfalls eine große Rolle. Um einen Überblick über die verwendeten IT-Systeme zu gewährleisten, wird mit EAM eine erfolgbringende Lösung angeboten.

Meistens erst nach der Einführung von EAM wird den Mitarbeitern klar, welche IT-Systeme überhaupt vorhanden sind und wie diese zu dessen täglichen Arbeitsprozessen in Verbindung stehen. Auf ausgefallene IT-Systeme kann nun schnell und stets effizient reagiert werden.

Fragen wie

  • Welche IT-Systeme sind wo im Einsatz?
  • Welche Geschäftsprozesse sind durch den Ausfall von IT-Systemen betroffen?
  • Wer ist für die IT-Systeme verantwortlich?
  • Wie gut werden datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt?
  • Auf welchem Server laufen meine Anwendungen überhaupt?

können somit effektiv beantwortet werden.

BPA und EA – ein Perfektes Team

Bevor man sich einer EAM-Initiative widmet, sollte herausgefunden werden, in welchem Umfang EAM benötigt wird. Soll die Enterprise Architecture (EA) Initiative als eine leichtgewichtige Erweiterung zu vorhandenen BPM-Initiativen aufgesetzt werden oder sollen größere Anwendungsfälle mittels separater EAM-Initiativen im Unternehmen abgedeckt werden?

Signavio bietet eine optimale Kombination von BPA und EA. Es werden sowohl übliche EA-Basisfunktionalitäten direkt im Signavio Process Editor angeboten als auch enge Integrationen zu vollumfänglichen EAM-Suiten für größere Anwendungsfälle.

Signavio & Enterprise Modeling / Kollaborative EAM

Alle Prozesse im Unternehmen sollten immer ganzheitlich überblickt werden können. Auch bei EAM-Initiativen spielen kollaborative Aspekte eine große Rolle. Die Mitarbeiter sollten von Anfang an in die Gestaltung der Unternehmensprozesse mit einbezogen werden. Unsere Software-as-a-Service (SaaS) Variante bietet zahlreiche Kollaborationsfunktionen, die die aktive Einbindung aller Mitarbeiter in die Architekturgestaltung ermöglichen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, diese Vorteile in einer On-Premise-Installation zu nutzen.

Sie kennen den Signavio Process Editor noch nicht? Dann nutzen Sie jetzt die Chance mit unserem Tool EAM für 30 Tage kostenlos zu testen. Registrieren Sie sich einfach auf: www.signavio.com/try.