29. Januar 2010

Prozessausführung mit BPMN 2.0 und jBPM

Erstmalig stellen Red Hat und Signavio eine Integration zwischen Prozessmodellierung und -ausführung auf Basis von BPMN 2.0 vor. Prozessmodelle, die mit dem Signavio Process Editor erstellt wurden, können nun direkt in der Prozess-Engine Jboss jBPM in die Ausführung gebracht werden.

jBPM powered by Signavio

Von der Modellierung zur Ausführung – und wieder zurück. Diese Vision realisieren das jBPM-Team und Signavio gemeinsam. Bereits seit August 2009 ist eine Integration über sogenannte jPDL-Dateien möglich. Diese können aus BPMN-Diagrammen erzeugt werden. In der anderen Richtung können manuell bearbeitete jPDL-Dateien im Signavio Process Editor als BPMN-Diagramme dargestellt und weiter bearbeitet werden.

Red Hat und Signavio gehen nun einen Schritt weiter: Der Austausch zwischen fachlicher Modellierung und technischer Ausführung findet ab sofort im BPMN 2.0-Format statt. Damit liegen graphisches Modell und die XML-Prozessbeschreibung nun noch enger beieinander.

Das XML-Format wurde von der OMG in der neuen Version des populären BPMN-Standards spezifiziert. Es werden dabei sämtliche Diagrammelemente und deren Verbindungen abgebildet, aber auch technische Attribute, die für eine Ausführung notwendig sind. Signavio hatte die weltweit erste umfassende Modellierungsumgebung für BPMN 2.0 anlässlich der OMG Information Days im Dezember 2009 eingeführt. Seit kurzem unterstützt Jboss jBPM nun die Ausführung von BPMN 2.0.

Erstmalig kann damit ein graphisches BPMN 2.0-Modell direkt automatisiert werden – ohne weitere Anpassungen.

Mehr Informationen zu der Integration sowie einen Screencast finden Sie im Blog von Joram Barrez, einem der Hauptentwickler von jBPM.