9. Juli 2013

Signavio beteiligt sich am Pilotprojekt des Uniklinikums Jena

Seit November 2010 läuft das Pilotprojekt an der Uniklinik Jena, das von der Signavio GmbH durch die Bereitstellung ihrer Softwarelösung unterstützt wird.

Das interdisziplinäre Projekt “Prozessintelligenz im Gesundheitswesen” (PIGE) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Projekts ist es, klinische Abläufe transparenter zu machen und für deren Reproduzierbarkeit zu sorgen.

Als Projektpartner beteiligen sich neben Signavio das Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam und die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Jena.

Besseres Qualitätsmanagement dank professionellem BPM

Prozessgestaltung und Optimierung von Arbeitsabläufen sind in sämtlichen Unternehmen und Institutionen ein zentrales Thema. Was mit einem professionellen BPM erreicht werden kann, zeigt das Beispiel des Uniklinikums Jena.

In der dazugehörigen Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie rückten im Zuge der Verbesserung des Qualitätmanagements und der Patientensicherheit interne Prozesse immer mehr in den Fokus. So genannte klinische Pfade sollten entwickelt und zunehmend IT-basiert eingesetzt werden. Gemeint ist damit ein strukturierter, interdisziplinärer Behandlungsplan, der detailliert die Schritte der Patientenbehandlung beschreibt.

Interdisziplinäre Arbeit mit einem intuitiven Modellierungstool

In einem interdisziplinären Team, bestehend aus medizinischem Personal, IT-Spezialisten und Controlling, wurde der Lebertransplantationspfad mit dem Signavio Process Editor beispielhaft ausgearbeitet. Als Modellierungssprache wurde BPMN 2.0 verwendet, die besonders für ihre Anwenderfreundlichkeit bekannt ist. Die Herausforderung bei der Übertragung des analog erarbeiteten Prozessmodells in die Software lag vor allem in der komplexen Prozessstruktur, die sich über mehrere Ebenen erstreckte.

Durch den Signavio Process Editor, der intuitiv bedienbar ist und BPMN vollständig unterstützt, konnten alle Ebenen schnell aufgenommen und übersichtlich visualisiert werden. Als positiv erwies sich auch das kollaborative Repository des Signavio Process Editors, mit dessen Hilfe alle Beteiligten bei der Ausarbeitung und Optimierung der Abläufe mitwirken konnten.

Verbesserte Ablaufs- und Kostentransparenz

Operationsdauern, Wartezeiten und Laborwerte waren relevante Messpunkte bei der Modellierung des klinischen Pfades und gaben Aufschluss darüber, wie Abläufe künftig noch effizienter gestaltet und Wartezeiten verringert werden können. Ärzte der Uniklinik Jena werden mit dem Signavio Process Editor entscheidende Fakten, wie ausstehende Untersuchungen und bestehende Kapazitäten, künftig auf einen Blick erfassen können.

Auch eine rückblickende Analyse von Behandlungszeiten, -häufigkeiten und -verläufen kann über die vergangenen Monate oder Jahre eingesehen werden.

“Durch seine vielseitigen Möglichkeiten und seine Benutzerfreundlichkeit trägt der Signavio Process Editor effektiv zur Optimierung der Arbeitsabläufe bei. Kosten werden transparent und vorhandene Ressourcen können effizient ausgelastet werden.”

Dr. med. Hubert Scheuerlein
Geschäftsführender Oberarzt
Vertreter des Klinikdirektors
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Universitätsklinikum Jena

Den ausführlichen Bericht zum Projekt lesen Sie in: Chirurgische Allgemeine 14, Nr. 2 2013, S. 103-107.