20. Februar 2013

6. BPMRR-Workshop in Leverkusen

Das universelle Prozessmodell: Die Suche nach dem heiligen Gral, oder doch nur pure Zeitverschwendung?

Das Verständnis und die Rolle von Prozessmodellen hat sich durch die Verwendung der BPMN als Notationssprache geändert. Nun sollen Prozessmodelle direkt auf sogenannten Prozess-Engines ausgeführt werden und müssen somit technischen und architekturkritischen Fragen standhalten, ohne dabei ihre Businesstauglichkeit zu verlieren. Zwei Anforderungen sind dabei zu adressieren: Es ist eine Operationalisierung in der Form alltagstauglicher Business-Prozessdarstellungen mit detaillierten Informationen über Ausführungsvorschriften, wie zum Beispiel das Ermitteln von Stakeholdern und das Abbilden von Eskalationsszenarien erforderlich. Ebenso ist eine Technifizierung der Prozessmodelle erforderlich, die Aspekte der Ausführung und der damit verbundenen Präsentation als Laufzeitinformation für den Fachbereich einschließt.

Diese teils neuen Anforderungen führen häufig zu einer Neubewertung von Prozessmodellen und deren Rolle und Aufgabe im Projekt- und/oder Geschäftsalltag. Häufig stellt sich nach den ersten praktischen Erfahrungen mit auf BPMN basierenden Prozessmodellen die Frage, ob für das Business-IT-Alignment, also der sprachlichen Verbindung dieser beiden Interessensgruppen, ein und dasselbe Modell überhaupt sinnvoll sein kann. Der Aufwand, ein für das Business aussagekräftiges und doch gleichzeitig technisch sauberes Prozessmodell zu erstellen und vor allem auch zu pflegen, kann schnell sehr hoch werden. Es stellt sich also die Frage, ob der Nutzen die Kosten vertritt oder doch besser verschiedene Modelle verwendet werden sollten.

Ziel dieses Workshops wird es zunächst sein, die Anforderungen an Prozessmodelle hinsichtlich ihrer Aufgaben im Geschäftsalltag zu identifizieren. Dabei sollen die unterschiedlichen Belange der beteiligten Anwender und deren Rolle berücksichtigt werden. Jeder Teilnehmer soll sich hierbei die Frage beantworten, was erwarte ich von einem mir dienlichen Prozessmodell hinsichtlich seiner Verwendung und Aussagekraft.

Darüber hinaus wird die Frage gestellt werden, was die Anforderungen und Lösungsantworten von Toolherstellern hinsichtlich dieser Konflikte sind und welche zukünftigen Fragestellungen hier noch erwartet werden. Das Berliner Unternehmen Signavio uns exemplarisch die Möglichkeit bieten, zu Beginn einen Einblick in den Entwicklungsprozess und die Priorisierung von Kundenanforderungen bei Modellierungswerkzeugen zu erhalten. Möglichkeiten der Toolunterstützung, beispielsweise durch das Bereitstellen von verschiedenen Sichten und der Strukturierung von Prozessen mittels Prozesslandkarten sowie die Anforderungen der Workshop Teilnehmer sollen ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und eine vielfältige Diskussion.

Aufgrund der Begrenzung auf 25 Teilnehmer ist eine vorherige Anmeldung über das BPM Netzwerk erforderlich.

Die Anmeldung ist ab sofort über das BPM-Netzwerk möglich:

http://www.bpm-netzwerk.de/content/events/viewEvent.do?id=159
Die Details im Überblick:

Veranstaltungsort: Best Western Hotel Leverkusen, Am Büchelter Hof 11, 51373 Leverkusen

Datum: Mittwoch, der 20. Februar 2012

Teilnehmerzahl: 25, wie immer kostenfrei

Zeit: 18:00h Einlass, 18:30h Start des Workshops, 20:45h Ausklang